Korruption als globales und ökologisch relevantes Phänomen


Korruption existiert weltweit. In den armen Ländern ist sie oft ein wesentliches Hindernis für eine positive Entwicklung.

Zum Beispiel besaß Mobutu, 32 Jahre lang Machthaber im Kongo, schon lange vor Ende seiner Amtszeit ein geschätztes Vermögen von 4 Milliarden Dollar. Das entsprach zu diesem Zeitpunkt der gesamten Verschuldung seines Landes.


Mobutu Korruption

Mobutu mit Queen Elizabeth II


In ihrem eindrucksvollen und frei verfügbaren Artikel "Der Dritte Kolonialismus" (Le monde diplomatique) schildern die Autoren  das globale System der Korruption:

Machthaber schleusen demnach ihre korrupt erworbenen Gelder in globale Finanzströme ein (21). Auf diesem Wege fließen derzeit - bei vorsichtiger Schätzung - ca. 1.000 Milliarden Dollar pro Jahr aus den armen Ländern dieser Erde in hochentwickelte Volkwirtschaften, vornehmlich nach Europa und Großbritannien. Der Trend ist stark zunehmend, um die Jahrtausendwende wurde der Betrag noch auf "lediglich" 200 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.

Die Gelder, die den armen Ländern auf diesem Wege verloren gehen, übertreffen die Zinsen, die diese Länder an internationale Banken zahlen müssen, um ein Vielfaches.

Laut den Autoren dieses Artikels liegt der Schlüssel für den Kampf gegen die globale Korruption nicht in korrupten Ländern wie China, Ukraine, Brasilien oder Kongo. Er liegt in Europa und in Großbritannien.

Haben wir eine Idee, wie wir mit unserem Anteil am Phänomen der internationalen Korruption umgehen wollen?